Am Morgen viel der Abschied sichtlich schwer. Wir wurden hier mit viel Herzlichkeit und Freundschaft aufgenommen. Aber wie das immer bei einem Roadtrip ist, irgendwann geht es leider weiter.

Alle hatten uns von Asheville erzählt. Da wo die Hippies wohnen. Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen und fuhren also los. Oki Doki hatte die letzten Tage im Stand gut überlebt, keine Probleme mit unserem Auto.

Auf dem Weg nach Asheville viel mal wieder der total sinnlose Dreck (Plastik etc. ) auf den Autobahnen auf. In den 2 Std. Fahrtzeit war das aber dann auch schon das Highlite. Müll gucken. Die Amis schmeißen Ihren Müll wohl öfters einfach aus dem Auto. Oder es fällt hinten vom Truck.

In Asheville angekommen, sind wir direkt ins Zentrum gefahren. Marktplatz… außer 2 alte Menschen mit Bart, die wir natürlich sofort für Hippies hielten und ein paar Menschen die unterwegs in Restaurants saßen, war nichts los. Und die beiden älteren Männer waren keine Hippies, aber Sie verwiesen uns zumindest an eine Kommune in den Bergen.

Die erste hieß Mountain Light Sanctuary. Als wir angekommen sind, wurde es gerade Dunkel. Sowas hatte ich vorher noch nie gesehen. Erstmal war das ganze tief im Walt in den Mountains versteckt. Auf einem riesigen Gebiet standen überall Hütten und Zelte aus Holz. Ein Bach fließt an der Seite entlang und auch da gab es Hütten in den man schlafen konnte. Genug Platz dachten wir und sind zum einzigen Haus wo Licht leuchtete.

Leider wurde das nichts. Einer vom Staff hat uns dann erzählt, das im Sommer sehr viele Menschen dorthin kommen um sich selber zu finden und Yoga zu machen etc. Der Beitrag kostet im Jahr 100 Dollar. Dafür ist das schlafen frei. Wer Lust hat sich im Sommer mal ein paare Tage kosmisch zu bewegen ist dort richtig aufgehoben. Ein geiles Gelände.

Der Herr vom Stuff sagte uns dann, das es nur 6 Milen weg ein weiteres kleineres Dorf gab. Evtl. hatten wir wegen einem Schlafplatz dort mehr Glück. Gesagt getan, den ganzen Weg aus dem Wald zurück in einen anderen Wald.

Das Ziel: Mandala Springs!

Und jetzt wurden wir von den Hippies erst richtig enttäuscht. Nicht was Trevor anging. Trevor war einer der 8 People großen Community. Ein Tinyhome als Airbnb. 5 kleine Zelte und ein kleines Haus, wo wohl der Rest wohnt. Es stellte sich heraus, das für eine so große Sache wie zwei Gäste aus Deutschland erst der große Rat der Kommune zusammen gerufen werden muss. Das erzählte uns Trevor immer wieder, nach dem er nur fürs Auto über Nacht parken schon 35 Dollar haben wollte.

Dann warteten wir am Auto bis es uns zu Bunt wurde. Wir wollten uns einen anderen Schlafplatz suchen. Los gings.

Unser Ziel, der Lake Tomakawk Park in der kleinen Stadt Black Mountain. Bevor wir hier aber landeten, hatten wir noch die Begegnung Glück im Unglück und dann wieder einfach nur Erleichterung. Auf einer kleinen dunklen Straße fuhren eine weile die State Trooper (Polizei der Autobahnen!) hinter uns her. Wir haben kurz gehalten um die Ausweise etc. bereit zu legen, falls es zu einer Kontrolle kommen sollte. Natürlich hielten die Gesetzeshüter auf dem gleichen Platz und wir merkten nach kompletten ausräumen des Wagens, das unsere Papiere (alles vom Auto, Reisepässe, Ausweise und restlicher bisher gestauter Papierkram) nicht mehr in Oki Doki zu finden waren. Wo sind die Papiere?

Wir konnten uns gut an den Weg in Charlotte erinnern und haben dann ein Geschäft angerufen wo wir sicher waren unsere ID´s noch gebraucht zu haben. BINGO! Die Papiere waren dort gefunden worden! Der Schreck hielt 2 Std. an, aber nach dem Anruf wussten wir, die Papiere sind safe und Morgen gibt es sie wieder.

Angekommen am Lake noch Abendessen gekocht und dann mit einem guten Gefühl eingepennt.

Vorher hatten wir noch beschlossen, die nächsten 2 Tage in der Library von Charlotte zu verbringen um zu Arbeiten.


Impressionen

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